[Basics] Aufbau & Planung von therapieunterstützenden Nähereien für Demenzkranke


Gestern habe ich es leider nicht mehr geschafft den Artikel zu veröffentlichen. Dafür gibt es heute gleich doppeltes Lesefutter :o)


Teil 7 ist der letzte Teil zu den Basics (mit denen man sich etwas beschäftigen sollte, bevor man mit dem Nähen überhaupt anfängt). Es gab in den letzten Tagen so viel Input, dass ich dir im heutigen Teil, alle wichtigen Infos noch einmal kurz zusammenfassen möchte.


~~~Wie können genähte Unikate bei der Demenz-"Therapie" hilfreich sein?~~~

Demenzkranke sind oft sehr unruhig und innerlich aufgewühlt. Um ein Ventil für die Unruhe zu finden, streichen/ zupfen/ zerren und die meisten Erkrankten an ihrer Kleidung.

Auf einer therapieunterstützenden Näherei werden verschiedene Stoffe und Kurzwaren aufgenäht, um den Erkrankten unterschiedliche Oberflächen zum dran zupfen und darüber streichen anzubieten. Durch die intensive Beschäftigung der Hände, mit dem genähten Unikat, baut der Erkrankte seine innere Unruhe ab und wird ausgeglichener.
Auf Grund der Unruhe ist bei einem genähten Unikat darauf zu achten, dass das Endresultat Ruhe ausstrahlt. Ein wahlloses Benutzen und Aufnähen von irgendwelchen Stoffen, Farben, Mustern kann (je nach Erkrankter Person) kontraproduktiv sein.

(ausführlich nachzulesen im Artikel: Wie kann Selbstgenähtes die "Demenztherapie" unterstützen // Was sollte beim Selbermachen beachtet werden?




~~~Welche Stoffe sollte man verwenden?~~~

Die eingesetzten Stoffe müssen robust sein. Außerdem werden so viele verschiedene Stoffarten wie möglich angeboten. (Aufgrund der eingesetzten Fasern und der Faser-Zusammensetzung, fühlt sich jede Stoffart anders an. Das perfekte "Spieleparadies" für nervöse Hände.)

(ausführlich nachzulesen im Artikel:  die richtige Stoffwahl - welche Stoffe eignen sich für Demenzkranke, welche ehr weniger)




~~~Welche Farben/Muster wirken positiv auf den Erkrankten?~~~

Farben:
  • helle Farben oder Pastellfarben wählen
  • folgende Farbe wirken sich positiv aus: blau, gelb, grün, orange, violett
  • die Näherei sollte nicht kunderbunt werden (max. 2-3 GrundFarben auswählen)

Muster: 
  • sollten sparsam und dezent eingesetzt werden
  • wenn Muster, dann geradlinige (Karos, Streifen, Rauten)

(ausführlich nachzulesen im Artikel: die richtige Farbwahl - Muster und Farben, die sich zum nähen für Demenzkranke eignen)




~~~Stoffe kaufen oder aus alter Kleidung nähen?~~~

Zum Nähen von therapieunterstützenden Unikaten eignet sich hervorragend ungeliebte Kleidung. Hier kann man nach Herzenslust aus den unterschiedlichsten Strukturen/ Haptik wählen und dabei evtl. (mit dem ein oder anderen Stoff) verschollene Erinnerungen wecken.

(ausführlich nachzulesen im Artikel: Warum sich alte Kleidungsstücke und Heimtextilien zum nähen für Demenzkranke besonders gut eignen)




~~~Welche Kurzwaren & Näh-Accessoires können verwendet werden~~~

Das Wichtigste: waschbar und robust müssen sie sein. Ansonsten kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.

(ausführlich nachzulesen im Artikel: Übersicht von Kurzwaren & Näh-Accessoires, die für das Nähen für Demenzkranke geeignet sind )



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